Spielzeug für 2- bis 3-jährige Kinder – darauf kommt es an


Vater und Sohn konkurrieren in Rennen mit Kinderautos

Neues Spielzeug sollte stets entsprechend dem individuellen Entwicklungstand des Kindes ausgewählt werden. Nicht jedes 2- bis 3-jährige Kind ist gleich. Um Frustration oder schnell auftretendes Desinteresse vorzubeugen, gilt es eine Unter- oder Überforderung des Kindes in gleichem Maße zu vermeiden. Außerdem sollten die individuellen Vorlieben des Kindes mit einbezogen werden. Spielsachen bleiben so auch über langen Zeitraum interessant.
 

Was ist beim Kauf von Spielzeug für Kleinkinder zu beachten?

Beim Kauf von Spielzeug liegt ein besonderes Augenmerk auf Qualitätskriterien. Da besonders Kleinkinder ihre Kräfte noch nicht richtig einschätzen können und beim Spielen nicht zaghaft sind, muss das Spielzeug robust und stabil sein. Hier empfiehlt sich Holz als Grundmaterial. Es sollte hochwertig verarbeitet sein und keine scharfen Kanten oder Spitzen aufweisen, an denen sich die Kinder verletzen können. Auch Spielzeug aus Plastik kann stabil verarbeitet sein. Hier ist besonders wichtig, dass es PVC frei ist.

Verwendete Farben müssen speichel- und schweißecht sein. Auch wenn die orale Phase meist mit anderthalb Jahren vorbei geht, ist nicht auszuschließen, dass Spielezug irgendwann einmal im Mund der Kinder landet.

Außerdem sollte das Spielzeug geruchslos und schadstofffrei sein.

Bis zu einem Alter von 3 Jahren sind Spielsachen mit Kleinteilen nicht geeignet. Als Vergleichsmaßstab kann die Größe eines Tischtennisballs dienen. Alles was kleiner ist, kann beim Spielen leicht verschluckt werden.
Eine Hilfe bei der Auswahl der Produkte bieten Gütesiegel oder Kennzeichnungen. Spielzeug sollte vor dem Kauf immer auf das Vorhandensein eines GS- und/ oder CE- Zeichen überprüft werden. Das GS- Zeichen bestätigt, dass es vom TÜV überprüft wurde und mit dem CE- Zeichen erfährt der Käufer, dass das Produkt die notwendigen EU- Gesetze und Normen erfüllt.
 

Spielend die Entwicklung fördern

 

Feinmotorik und Auge-Hand-Koordination

Auch in dieser Altersgruppe bleiben Spielsachen interessant, die bei der Entwicklung der Feinmotorik und Auge-Hand-Koordination helfen. Kugelbahnen mit großen Kugeln sowie anderen rollenden Objekten oder große Spielzeugautos animieren auch weiterhin zum Spielen. Angelspiele bieten neue Herausforderungen und helfen die Fähigkeiten weiter auszubauen. Ebenfalls interessant werden in diesem Alter Stapel- oder Steckspielzeug und die ersten Bausysteme mit entsprechend großen Bauteilen.
 

Konzentration

Erste Konzentrationsspiele sind möglich, sollten aber noch verhältnismäßig einfach gehalten werden. Hier bieten sich Holzpuzzle mit großen Teilen und kleinen Griffen für die bessere Händelbarkeit an. Gemeinsam können erste Memoryspiele gespielt werden. Die Anzahl der Teile sollte noch recht klein und die einzelnen Bilder einfach gehalten sein.
 

Motorik, Muskelkraft und Gleichgewichtssinn

Kleinkinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, daher ist Spielzeug, das diesen unterstützt, ideal. Motorik und Muskelkraft werden gefördert, die Koordination von Handlungsabläufen verbessert. Erste Versuche mit dem Laufrad oder später dem Roller helfen dem Kind seinen Gleichgewichtsinn zu schärfen und bereiten gleichzeitig auf das Fahrradfahren vor. Für die Wohnung eignen sich Hüpftiere und Hüpfpolster, da sie verhältnismäßig leise sind. Kletterbausätze und Rutschen gibt es sowohl für drinnen und draußen.
 

Sprachverständnis

Bücher gibt es in verschiedensten Ausführungen. Egal ob Bilder- oder Vorlesebuch, hier findet sich für jeden Geschmack etwas. In erster Linie unterstützen sie die Sprachbildung beim Kind. Darüber hinaus können Bücher aber auch beispielsweise das Farbverstehen oder die Fantasie des Kindes fördern. Die Geschichten in den Büchern animieren zu Rollenspielen oder helfen dem Kind sich in seiner Umgebung zurechtzufinden.
 

Soziale Entwicklung

Kinder orientieren sich an Handlungen von Erwachsenen oder älteren Kindern. Spielzeug kann dabei unterstützen, alltägliche Situationen nachzuspielen, sei es beim Eltern-Kind-Spiel, beim Einkaufen oder Kochen. So erlernen Kinder spielerisch soziale Interaktion und Kompetenz. Puppen und Kuscheltiere gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Größen. Hat das Kind Spaß daran alltägliche Situationen nachzuspielen, ist ein Kaufladen oder eine Kinderküche zu empfehlen.
 

Kreativität

Kreativität wird beim Basteln oder Malen gefördert. Auch für die Kleinen gibt es hier bereits einige Möglichkeiten. Fingerfarben oder große Stifte lassen die Kinder erste Erfahrungen mit dem Malen machen. Besonders wichtig ist, darauf zu achten, dass es sich um ungiftige Farben handelt. Auch erste Versuche mit für Kleinkinder geeigneter Knete sind möglich. Hierbei wird neben der Kreativität auch die Feinmotorik verbessert.
 

Töne und Musik

Für Kleinkinder spezielle Ausrüstung lässt die Kinder erste Erfahrungen mit Tönen und Musik machen. Wichtig ist beim Kauf darauf zu achten, dass der erzeugte Geräuschpegel der Instrumente nicht zu hoch ist. Wenn dieser vom erwachsenen Gehör als zu laut empfunden wird, ist er für das empfindliche Gehör eines Kindes nicht zu empfehlen.
 

Fazit

Pädagogisch wertvolles Spielezug gibt es in verschiedensten Varianten, dabei sollte das Kind aber nicht durch die Menge überfordert werden. Weniger ist oftmals mehr. Wenn die Auswahl zu groß ist, können sich Kinder nicht mehr entscheiden, mit was sie spielen sollen. Es ist hilfreich, die Anzahl der Spielsachen überschaubar zu halten. Mit der Zeit können Gegenstände ausgetauscht werden, um verschiedenen Lernbereiche abzudecken.