Was ist eigentlich ein Plagiat?


Was ist eigentlich ein Plagiat?
Die meisten Menschen kennen die Bedeutung und das Ausmaß der Konsequenzen von einem Plagiat erst durch die Guttenberg Affäre. Aufgrund dieses Betrugs und Skandals wurde plötzlich die Aufmerksamkeit auf Plagiate gelenkt und um ein Vielfaches verschärft. Besonders wenn wissenschaftliche Arbeiten geschrieben werden müssen, sehen sich viele Studierende nun vor einer großen Herausforderung gestellt. Zwar ist die Verlockung zu kopieren durch die einfache Zugänglichkeit an Quellen sehr groß. Nichtsdestotrotz ist das einfache Duplizieren und Veröffentlichen von geklauten Inhalten strafbar. Schließlich ist ein Plagiat ein Diebstahl von geistigen Eigentum. Insbesondere beim Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten ist darauf zu achten, dass entsprechende Textstellen als Zitat markiert und zugleich mit der Nennung des Quellenurheber versehen sind. Geschieht dies nicht, drohen dem Plagiierenden erhebliche Strafen sowie eine Klage des eigentlichen Urhebers.

Jeder Studierende und Textverfasser sollte aus diesem Grund auf die genauen Quellenangaben und Zitat-Markierungen achten. Schließlich hat der ursprüngliche Verfasser der Werke in der Regel sehr viel Zeit und Arbeit aufgewendet, um die Öffentlichkeit mit nützlichen Informationen zu versorgen. Aber auch wenn die Nennung nur aus Versehen nicht erfolgt ist, kann dies ein Grund für eine Klage sein. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte eine seriöse und auf die jeweilige Arbeit (Bachelorarbeit, Masterarbeit, Diplomarbeit, Hausarbeit, Abschlussarbeit oder Dissertation) abgestimmte Plagiatsprüfung vornehmen. Besonders wenn es sich um eine Doktorarbeit und den Erhalt eines Doktortitels handelt, sollte in jedem Fall vor der Abgabe ein professionelles Lektorat und Korrekturlesen erfolgen. 


Warum sollte überhaupt eine Plagiatsprüfung gemacht werden?

Jeder Student kennt dieses Szenario: Es liegen anstrengende und nervenaufreibende Wochen hinter einem und man setzt sich monatelang mit einem ganz speziellen Thema auseinander. Jedes noch so kleine Detail wird dabei auf den Prüfstand gestellt und gerade wenn die Arbeit komplett scheint, fehlen wichtige Quellen und Zitat-Nennungen. Dies ist auch nicht verwunderlich. Schließlich nutzen Studenten nicht nur die Literatur der Bibliothek ihrer Hochschule oder Uni sondern vor allem auch das Internet für die Recherche. Der Überblick über all die verwendeten Quellen geht somit natürlich leicht verloren. Jedoch kann das teilweise oder komplette Vergessen von Quellenangaben oder Zitaten so einige Nachteile mit sich bringen. Zum einen kann der Ideenklau zu schlechten Noten oder zu dem Wiederholen von Prüfungen führen. Und zum anderen kann sogar die Aberkennung des akademischen Titels erfolgen. Aus diesem Grund sollte sich jeder Studierende um eine ausführliche Analyse seiner Arbeit bemühen. 


Vorteile von Plagiatssoftware

Eine Plagiatsprüfung kann schnell und mühelos dabei helfen, einzelne oder mehrere Abschnitte einer Arbeit auf Plagiate zu prüfen. Wird während der Prüfung ein Abschnitt zu einer Quelle zugeordnet, so wird die Textpassage entsprechend gekennzeichnet. Im Anschluss kann dann der jeweilige Inhalt angepasst werden. Ein Plagiatscheck bietet somit Sicherheit, eine ausreichende Kontrolle und minimiert das Risiko durch Vergessenheit eine wichtige Kennzeichnung übersehen zu haben. Jeder Studierende sollte also unbedingt vor der Abgabe der Arbeit an seinen Doktoranden, Professoren, Lehrkräften oder Betreuern eine Prüfung des Textes vornehmen und die Ergebnisse überprüfen. Durch die genaue Auswertung der Prüfungsresultate können im Anschluss ganz einfach Änderungen, Nennungen von Synonymen oder Vermerke in die Fußnote vorgenommen und so eine potentielle Täuschungsabsicht umgangen werden. 


Ursachen für den Vorwurf eines Plagiats

Viele Personen haben bei dem Verfassen ihrer Texte grundsätzlich gar nicht vor zu Plagiieren. Allerdings führen manche vermeintlich „kleine Aspekte“ dazu, dass der Vorwurf eines Plagiats und einer Fälschung im Raum stehen. Insbesondere folgende Merkmale führen in der Praxis nicht selten zu einem Plagiatsvorwurf: 

  1. Keine direkte Kennzeichnung von Zitaten mit Quellen,
  2. indirekte Zitate werden nicht ausreichend mit Quellen belegt oder es fehlt die nötige Struktur, 
  3. Aufgrund von Zeitmangel entstehen Flüchtigkeitsfehler und lückenhafte Quellennennungen, 
  4. umschriebene Inhalte gleichen einem indirekten Zitat und es fehlt dahingehend eine Quellenangabe,
  5. Fremdsprachige Text-Interpretationen aus dem Englischen oder Französischem werden als Plagiate mittels einer einfachen Übersetzung mit einer Suchmaschine angesehen.

So können Plagiate vermieden werden

Ein Studium und das eigenständige Verfassen von Inhalten kann nicht nur zeitintensiv sondern vor allem auch anstrengend sein. Jedoch sollte dies kein Freifahrtschein für das bloße Kopieren von Inhalten sein. Vielmehr sollte sich jeder Student ausreichend Zeit für seine Arbeit nehmen und somit schon die ersten wichtigen Grundsteine für seine Karriere legen. Als Hilfestellung können Aspekte bei der Vermeidung von Plagiaten und den damit verbundenen Konsequenzen zukünftig helfen: 
  • ausreichend Zeit für die Erstellung und Erholungsphasen einplanen,
  • auf einen überwiegenden Eigenanteil achten und nicht zu viele Zitate verwenden,
  • auf das richtiges Setzen von Anführungszeichen achten,
  • Namen von Quellen und Verfassern gewissenhaft recherchieren und richtig nennen.