Warum ist ein Praktikumsbericht notwendig?


Warum ist ein Praktikumsbericht notwendig?

Egal ob du in der Oberstufe, im Bachelor- oder Master-Studium bist - in jedem Fall wird von dir verlangt, dass du eine Beurteilung am Ende deines Praktikums abgibst. In diesem Praktikumsbericht dokumentierst du deine genauen Tätigkeiten und spiegelst deine Vorstellungen, Erfahrungen und persönliche Erfolge wieder. Auch wenn es zunächst lästig erscheint: In vielen Fällen führt ein ausführlich gestalteter Praktikumsbericht dazu, dass du dir ein genaues Bild über deine tatsächlichen Berufswünsche machen kannst. Manchmal verändern sich sogar deine Wünsche und Vorstellungen oder du verstärkst und untermauerst sie durch mehr Praxis noch. Durch die persönliche Bewertung deiner Aufgaben und Erlebnisse innerhalb deines Praktikums bekommst du ein viel besseres Gespür und mehr Übung für die zukünftigen Aufgabenfelder in deinem Traumberuf. 


Du erhältst während deines Praktikums einen genauen Einblick in die Branche, die vielschichtigen Anforderungen oder das Aufgabenspektrum deines ausgewählten Berufs. Der Sinn eines Praktikumsberichts ist also, dass du durch die Reflexion deiner gesammelten Erfahrungen ein passgenaues Studienfach oder eine ideale Ausbildungsmöglichkeit finden kannst. Darüber hinaus ist die Chance höher, dass dich Betriebe übernehmen, wenn du deinen Bericht gewissenhaft ausfüllst und du während der Praktikumsdauer auch stets Einsatz zeigst.


Auf die richtige Vorbereitung kommt es an!

Bevor es an das Schreiben des Berichts geht, solltest du schon im Vorfeld einige Aspekte bedenken. Schon während deines Praktikums ist es empfehlenswert, wenn du dir Notizen machst. Je nach Praktikumsdauer ist es ansonsten sehr schwer, das Erlebte im Anschluss lückenlos auf Papier zu bringen. Denn je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger ist es, sich an wesentliche Punkte zu erinnern und die richtige Beschreibung zu finden. Zögere aus diesem Grund nicht das Schreiben deines Berichts heraus und setze dir feste Termine. Notiere dir zum Beispiel täglich alle wichtigen Aspekte in einem kleinen Notizbuch. Diese Notizen werden dir später sehr behilflich sein, wenn es an das Schreiben und Vervollständigen deines Berichts geht. Falls einmal Schwierigkeiten oder Probleme während deines Praktikums auftreten sollten, so brauchst du dir keine Sorgen machen. Du kannst dich nämlich an unterschiedliche Anlaufstellen wenden. Zum Beispiel unterstützt dich die Agentur für Arbeit bei Fragen oder Schwierigkeiten während deiner Praktikumszeit. Auch die Verbraucherzentralen oder die Industrie- und Handelskammern in deiner Nähe können dir bei Fragen und Schwierigkeiten verschiedenster Art behilflich sein. 


Welche Anforderungen an einen Praktikumsbericht gibt es?

Generell sollte ein Praktikumsbericht für die Oberstufe einen Mindestumfang von rund 5-10 Seiten aufweisen. Dahingegen sind 20 Seiten für Berichte von Studiengängen die Regel. Allerdings sind diese Zahlen nur Richtwerte. Die tatsächliche Anzahl kann von Universität zur Universität stark schwanken. Darüber hinaus sind Berichte für ein Praxissemester länger und die Vorgaben werden von dem jeweiligen Mentor erteilt. Im Gegensatz zu den klassischen Gedicht-Analysen oder Inhaltsangaben kommt es bei einem Praktikumsbericht vor allem auf Authentizität an. Viele Universitäten wünschen sich einen Artikel aus der Ich-Perspektive, der deine gesammelten Erfahrungen authentisch und detailgetreu widerspiegelt. 

Falls formell keine Vorgaben vorliegen sollten, kannst du dich an die Anforderungen an eine Hausarbeit orientieren. Hierbei spielt eine übersichtliche Gliederung und Struktur deiner Inhalte eine zentrale Rolle. Des Weiteren solltest du das Deckblatt kreativ und aussagekräftig gestalten. Wähle also nicht einfach das Wort „Praktikumsbericht“ als Überschrift, sondern formuliere passgenaue und zielführende Überschriften. Zum Beispiel wäre „Abschließender Erfahrungsbericht meines Praxissemesters bei XY“ eine sehr gute Wahl. Aber es gibt auch noch weitere Punkte, die du beim Schreiben deiner Beurteilung beachten solltest. 


Mit dem richtigen Schreibstil zum Erfolg

Natürlich ist ein Bericht für ein Praktikum keine Dissertation. Nichtsdestotrotz gibt es einige Layout und Formatierung Kriterien, die du für eine bessere Bewertung beim Schreiben beachten solltest: 

  1. Die richtige Zeitform: Generell werden wissenschaftliche Arbeiten im Präsens verfasst. Für einen Praktikumsbericht allerdings eignet sich das Präteritum eher. Schließlich reflektierst du mit deinem Bericht etwas Vergangenes. 
  2. Die perfekte Schrift: Auch die Schriftgröße und Schriftart deines Berichts ist sehr wichtig. Wähle am besten für eine bessere Lesbarkeit die Schriftgröße 11 oder 12. Als Schriftart sind Arial, Times New Roman oder Helvetica empfehlenswert. 
  3. Die Nummerierung: Ideal wäre es, wenn du deinen Bericht durchnummerierst. Auf diese Weise kannst du für eine bessere Übersicht in deinem Artikel sorgen. 
  4. Zwischenüberschriften: Für eine noch bessere Orientierung sorgen sinnvoll gewählte Zwischenüberschriften in deinem Bericht. 


Markierungen wie „Das Auge liest mit“ gelten auch für Praktikumsberichte. Wähle daher Fettungen und besondere Formatierungen für Überschriften und wichtige Punkte. 
Die idealen Abstände: Auch die Seitenränder und der Zeilenabstand sind in einem Praktikumsbericht sehr wichtige Bestandteile. Die Seitenränder sollten am besten bei 3-4 cm eingestellt und der Zeilenabstand auf maximal 1,5 gesetzt werden. 

Weitere Tipps für den perfekten Praktikumsbericht

Grundsätzlich besteht der Aufbau eines Praktikumsberichts aus mindestens zwei verschiedenen Teilen. In dem ersten Teil werden allgemeine Informationen über das Praktikumsunternehmen verdeutlicht. Beim zweiten Teil dreht sich alles um die eigenständige Einschätzung des Praktikums. Wie hast du zum Beispiel das Praktikum verlebt und welche Erfahrungen konntest du gewinnen? Anhand deiner gesammelten Notizen kannst du nun mit dem Schreiben deines vollständigen Berichts starten. Lasse deinen Bericht aber in jedem Fall noch einmal von jemand anderen vor der Abgabe Korrektur lesen. So lassen sich einfache Flüchtigkeitsfehler am besten vermeiden. Des Weiteren sind folgende inhaltliche Regelungen beim Verfassen wichtig: 

  • Das Inhaltsverzeichnis: Hier gliederst du die einzelnen Kapitel mit den jeweiligen Seitenzahlen genau auf. Dabei wird nach den wissenschaftlichen Kriterien agiert: du beginnst also mit dem Zählen erst ab der Einleitung. Somit werden das Inhaltsverzeichnis und Deckblatt nicht mitgezählt. 
  • Die Einleitung: Gebe in diesem Teil deine Motivation für das Praktikum wieder. Warum hast du dich zum Beispiel ausgerechnet für diesen Beruf und dein ausgewähltes Unternehmen entschieden? 
  • Hauptteil: Der Hauptteil eines Praktikumsberichts konzentriert sich auf das Praktikumsunternehmen. Stelle also in diesem Abschnitt dein ausgewähltes Unternehmen, mitsamt der Unternehmensgeschichte, Mitarbeiteranzahl und Zielsetzung vor. Fülle diesen Bereich zudem mit Diagrammen, Skizzen oder Info-Material. Ob Bildmaterial in deinem Bericht generell erwünscht ist, solltest du allerdings im Vorfeld mit deinem Mentor abklären. 
  • Schluss: Dieser Abschnitt steht im Allgemeinen für ein wertendes und abschließendes Fazit. Wurden also deine Erwartungen erfüllt? Hat dir das Praktikum bei der Berufswahl oder dem Verlauf deines Studiums weiter geholfen? Der Schlussteil ist somit eher eine kritische Selbstreflexion, bei der ein ehrliches und konstruktives Fazit entstehen soll. 
  • Literaturverzeichnis und Anhang: Innerhalb des Literaturverzeichnisses gehst du auf deine Quellen ein. Der Anhang hingegen bietet Raum für Skizzen, Bilder oder wichtige Kopien. Frage doch zum Beispiel in der Marketingabteilung deines Unternehmens nach. Hier wirst du bestimmt Unterstützung bei der Suche und Gestaltung eines geeigneten Bildmaterials erhalten.