Problemlos einen Vortrag vorbereiten


Problemlos einen Vortrag vorbereiten

Ein guter Vortrag ist keine Frage von Eloquenz oder Selbstbewusstsein, sondern eine Frage der richtigen Vorbereitung. Wenn ein Vortrag perfekt vorbereitet wurde, ist der Rest ein Kinderspiel. Deine Kommilitonen werden es dir danken, denn schlechte Referate sind nicht nur von Nachteil für die Note, sondern auch langweilig für die Zuhörer. Mit den folgenden Tipps für Referenten wird jeder Vortrag zum Erfolg!

Das Zauberwort lautet: gute Vorbereitung

Viele Referenten werden spätestens einen Tag vor dem Vortrag sehr unruhig und nervös. Das kann sich bis zu schlaflosen Nächten und sogar bis zu panikähnlichen Zuständen ausweiten. Auslöser für diese Panik sind vor allem zwei Ängste: die Angst, etwas Falsches zu sagen und die Angst, sich zu blamieren.

Um die Angst, etwas Falsches zu sagen zu bewältigen, sollte man sich vor Augen führen, dass die allerwenigsten gerne ein Referat halten und, dass niemand alles wissen kann. Es ist also gar nicht schlimm, wenn dir ein Fehler unterläuft – das ist völlig natürlich. Fehler gehören nicht nur zu einem Referat, sondern auch zum Leben dazu. Und sie sind schließlich dafür da, um aus ihnen zu lernen: Machst du in deinem Referat einen Fehler, wirst du diesen beim nächsten Vortrag sicher nicht wieder machen.

In Bezug auf die Angst, sich zu blamieren lässt sich sagen, dass mit der steigenden Aufregung immer mehr irrationale Befürchtungen einhergehen. „Die anderen werden mich bloßstellen“ oder „ich werde mich bis auf die Knochen blamieren“ sind nur einige der Gedanken, die den Referenten durch den Kopf gehen. Um diese Angst zu reduzieren, sollte man sich vor Augen halten, dass einem keiner etwas Böses möchte. Stattdessen handelt es sich um eine objektive Leistungskontrolle – hast du dich ausreichend auf das Thema vorbereitet, kann gar nichts schiefgehen.

Was du mit der Präsentation erreichst

Referenten übernehmen die aktive Mitgestaltung eines Seminars bzw. einer Vorlesung. Somit sind Referenten für den Lernerfolg der Lerngruppe mitverantwortlich. Damit deine Kommilitonen durch deinen Vortrag etwas lernen können, solltest du dir im Voraus Gedanken darübermachen, was du mit dem Referat eigentlich erreichen möchtest. Außerdem gilt es zu beachten und zu bedenken, welche Vorgaben der Lehrende gegeben hat und was die Zuhörenden tun sollen (ein Thema kennenlernen, nachvollziehen, diskutieren, …).

Was ist wichtig bei einem Vortrag und was nicht?

Des Weiteren musst du dir darüber im Klaren sein, welche Aspekte des Themas für die Kommilitonen relevant sind, sprich: was soll das Referat beinhalten und was nicht? Welche Schwerpunkte müssen gesetzt werden und wie viel Zeit steht dir für den Vortrag zur Verfügung? Trenne Kernaussagen und Hintergrundinformationen gründlich voneinander!

Der Aufbau der Präsentation eines Referats

Der nächste Schritt der Vorbereitung besteht darin, eine sinnvolle Gliederung bzw. Darstellung der Inhalte zu bestimmen. Der Aufbau des Vortrags muss nachvollziehbar und logisch sein. Die Gliederung muss transparent sein und während des Referats sollte immer wieder deutlich gemacht werden, an welcher Stelle der Gliederung man sich gerade befindet.

Einleitung, Hauptteil, Schluss

Der Aufbau deines Referats sollte wie folgt aussehen:

1. Einleitung (10 % der Zeit)

  • Vorstellung des Referenten
  • Vorstellung des Themas
  • Gliederung vorstellen

Hilfreich ist eine Anfangsfolie, auf der diese Punkte möglichst kurz festgehalten sind.

2. Hauptteil (80 % der Zeit)

  • Umfasst die wesentliche Wissensvermittlung
  • Der Bezug zur Gliederung muss immer wieder hergestellt werden

3. Schluss (10 % der Zeit)

  • Pointierte Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte
  • Bedankung für die Aufmerksamkeit
  • Überleitung zur Diskussion
  • Diese durch eine provokante These o.Ä. anregen.

Auch hier ist eine Folie sinnvoll, die die grundlegenden Aussagen des Vortrags zusammenfasst (z.B. in Form von Merksätzen).

Nutze knappe Stichpunkte

Du sollst das Referat nicht schreiben. Soll heißen: du solltest keinen ellenlangen Text in Form von Papierstapeln mit zum Vortrag bringen. Stattdessen kannst du Karteikarten mit knappen (!) Stichpunkten versehen. Diese Karten dienen nicht dem Ablesen, sondern helfen dir, wenn du einmal den Faden verlieren solltest.

Führe einen Dialog mit den Zuhörern

Die Form der Präsentation bestimmt maßgeblich die Informationsaufnahme des Publikums. Bei einem Referat handelt es sich um einen Dialog mit dem Publikum – es geht nicht darum, angeeignetes Wissen herunterzurasseln. Stattdessen solltest du mit den Zuhörern in Austausch treten. Du kannst persönliche Erfahrungen mit in die Präsentation einfließen lassen, solltest es mit diesen aber auch nicht übertreiben. Es gilt, zu vermitteln, dass du der Experte in dem von Dir vorbereiteten Thema bist.

So entsteht ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung

Die persönliche Anrede ist ebenso ein Mittel, um das Publikum anzusprechen wie der Dank für die Aufmerksamkeit am Ende des Vortrags. Sind Dir Namen im Publikum bekannt, kannst Du die Zuhörer durchaus mit Namen ansprechen. Teile den Kommilitonen zu Beginn der Präsentation mit, dass sie jederzeit Verständnisfragen stellen können. Das zeugt von Wertschätzung und macht einen sympathischen und gleichzeitig professionellen Eindruck.

Die Präsentation mit „Melodie“ füllen

Rede deutlich, klar und langsam. Gib dem Publikum Zeit, das Gehörte zu verarbeiten. Sprich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, mit verschiedenen Klangfarben und mit unterschiedlichen Stimmhöhen. So kannst du wichtige Punkte hervorheben und füllst das Referat mit „Melodie“. Außerdem fällt es dem Publikum so leichter, dir zuzuhören.

Du kannst anschauliches Sprechen verwenden, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu fördern. Hierzu gehören Beispiele, Metapher und die Wiederholung von Informationen. All diese Formulierungen helfen, das Verständnis der Zuhörer zu fördern.

Körpersprache ist wichtig bei deinem Vortrag

Achte bei der Präsentation auf deine Körpersprache. Ein freundlicher Gesichtsausdruck macht selbst das trockenste Thema angenehmer. Auf Blickkontakt zum Publikum darf keinesfalls verzichtet werden! Mit einer ausdrucksvollen Körpersprache unterstreichst du die vermittelten Informationen.

Die Visualisierung

Bei der Präsentation sollte möglichst viel visualisiert werden. Es muss aber darauf geachtet werden, die einzelnen Folien nicht zu überladen – auch nicht mit Text. Als Richtlinie gilt: max. 10 Zeilen Text bzw. max. 7 Inhaltspunkte pro Folie. Lasse genug Abstand zwischen den Zeilen. Als Schrift sollte Arial verwendet werden, sie darf weder zu klein noch zu groß sein. Verwende schwarze Schrift, denn Farben dienen dem Hervorheben von wichtigen Informationen. Die gesamte Folie sollte neutral, also nicht zu bunt wirken.

Meistens ist weniger mehr. Formuliere so knapp wie möglich und verwende, da wo es sinnvoll ist, Bilder und Grafiken, um das Gesagte zu verbildlichen. Die Visualisierungen müssen für das gesamte Publikum gut sichtbar sein. Die Zuhörer brauchen genug Zeit, um das Gezeigte zu verarbeiten. Auch während des Medieneinsatzes darfst du dich nicht mit dem Rücken zum Publikum drehen – halte den Blickkontakt aufrecht. Ein Laserpointer o.Ä. kann durch das Medium führen. Verbale Erläuterungen sollten erst nach einer kurzen Pause im Anschluss an das Gezeigte folgen.

Halte die zur Verfügung gestellte Zeit ein!

Was viele Referenten unterschätzen, ist das Einhalten der vorgegebenen Zeit. Plane die Präsentation lieber auf weniger Zeit als dir der Lehrende zur Verfügung stellt, denn ein Vortrag dehnt sich in der Praxis i.d.R. aus. Es ist besser, am Schluss ein wenig Zeit über zu haben als völlig zu überziehen. Die übrige Zeit kann durch eine kleine Aufgabe für das Publikum o.Ä. gestaltet werden. Gehe das Referat zuhause mehrmals durch, um einschätzen zu können, wie lange du für den Vortrag brauchst. Hierdurch wirst du auch sicherer.

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