Elite-Unis der Exzellenzinitiative


Elite-Unis der Exzellenzinitiative

Im deutschsprachigen Raum werden mit dem Begriff Elite-Unis Universitäten bezeichnet, die in Zusammenhang mit der deutschen Exzellenzinitiative stehen. Früher wurde der Begriff für Hochschulen aus dem angloamerikanischen Raum mit einer strikten Zulassungsbeschränkung verwendet. In Deutschland kann prinzipiell jeder, der eine Hochschulzugangsberechtigung hat, studieren und zwar sowohl an einer „normalen“ als auch an einer Elite-Uni. Entgegen der weit verbreiteten Annahme steht die Bezeichnung „Elite“ nicht für eine besonders hochwertige Lehre oder für ein besonderes Betreuungsangebot. Vielmehr deutet der Begriff darauf hin, dass die Universität herausragende Forschung betreibt.

In Deutschland gibt es 11 elitäre Hochschulen

In Deutschland gibt es verhältnismäßig wenige Elite-Unis. Das heißt aber nicht, dass in einem Ranking nicht einige deutsche Bildungseinrichtungen auszumachen sind, die Spitzenforschung betreiben. Die „besten“ Universitäten in Deutschland sind aktuell die folgenden:

  • Universität Bremen
  • Universität Konstanz
  • TU Dresden
  • Universität zu Köln
  • Freie Universität Berlin
  • Humboldt-Universität Berlin
  • TU München
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
  • Eberhard-Karls-Universität Tübingen
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Wissenswert ist, dass Unis nicht auf unbegrenzte Zeit zur Exzellenzinitiative zählen. So haben die Unis Karlsruhe, Göttingen und Freiburg den Status beispielsweise nach der Mitgliedschaft wieder abgeben müssen.

Das bedeutet die Exzellenzinitiative

Wie bereits erwähnt, hat die Auszeichnung der Elite-Unis nichts mit einer exzellenten Lehre zu tun. Durch die Exzellenzinitiative werden allein die Erforschung von gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanten Themen, die Förderung von Doktoranden und die langfristige Weiterentwicklung der Universitäten ausgezeichnet und finanziell unterstützt. Somit profitieren von dem Status der Elite-Unis lediglich Studierende, welche Berührungspunkte zur Wissenschaft und zur Forschung haben.

Elite-Unis können oft nicht mit der Betreuung an herkömmlichen Hochschulen mithalten

Entgegen der weit verbreiteten Annahme können die Ausstattung und das Betreuungsangebot an herkömmlichen Bildungseinrichtungen sogar besser sein als an Elite-Unis. Das liegt u.a. daran, dass Elite-Unis große Massen an Studieninteressierten anziehen – oft sind die Hörsäle und die Sekretariate von Professoren völlig überfüllt bzw. überlaufen. An weniger begehrten Unis haben die Verantwortlichen im Schnitt mehr Zeit, um sich um die Belange der Studierenden zu kümmern.

Ein weiterer Unterschied zwischen top Universitäten und herkömmlichen Hochschulen besteht in der Stimmung und in dem Verhalten der Studierenden: überlaufene Hörsäle tragen sozusagen einen gewissen Teil zu einer frühen Selektion bei – Notendruck und ein überzogener Ehrgeiz sind die Folge. Das kann leicht zu einer sogenannten Ellenbogenmentalität führen, d.h. anstatt sich gegenseitig zu helfen und Lerngruppen zu bilden, herrscht Konkurrenzkampf unter den Studierenden. So viel zum Thema Soziales und Wettbewerb.

Im Ranking schneiden deutsche Elite-Universitäten regelmäßig sehr gut ab

In einem unabhängigen Ranking schneiden Elite-Unis sehr gut ab. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch an Universitäten ohne Elite-Status einen guten und anerkannten Abschluss erwerben kann. Beispielsweise befinden sich in der Medizin unter den top Fünf der besten Hochschulen vier Universitäten ohne diesen Status.

Es bleibt festzuhalten, dass eine „normale“ Uni den Elite-Unis nicht unbedingt „unterlegen“ ist. Wer sich für ein Studium an einer Elite-Universität interessiert, sollte sich vorab über das Angebot der Hochschule informieren und den Besuch einer anderen (nicht elitären) Uni nicht von Anfang an ausschließen.

Mythen über die besten Unis

In diesem Abschnitt sollen die Elite-Unis daraufhin beleuchtet werden, wie sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Die Hochschulen sind für tolle Gebäude, sehr kluge Professoren und eifrige Studierende bekannt. Man denke nur an Universitäten wie Yale oder Harvard – schon hat man ein gewisses Image im Kopf. Das liegt u.a. daran, wie die Hochschulen in den Medien und in Filmen usw. dargestellt werden. Im Folgenden sollen drei dieser „Mythen“ auf den Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Mythos 1: Hohe Zulassungsvoraussetzungen

Der Mythos, dass die Zulassungsvoraussetzungen für das Studium an einer Elite-Universität sehr hoch sind, entspricht der Wahrheit: top Universitäten schauen nicht nur auf die Abi-Noten des Bewerbers, sondern auch auf außerschulische Interessen wie ein soziales Engagement und auf zusätzliche Qualifikationen wie ein Sprachzertifikat. Die Unis suchen sozusagen nach Personen, die sich von der Masse abheben. Außerdem verfügen viele dieser Hochschulen über ein eigenes Testverfahren. Dieses wird häufig auch als „Kurz Abi“ bezeichnet. Der oder die Interessierte muss ihre Fähigkeiten in den Bereichen Literatur, Grammatik und Mathe unter Beweis stellen. Hinzu kommen Test in ausgewählten Fächern wie Physik, Biologie oder Kunst.

Mythos 2: Elite-Universitäten sind anspruchsvoller als andere deutsche Hochschulen

Womit wir beim nächsten Mythos angekommen wären: Elite-Unis sollen sehr anspruchsvoll sein. Und auch das trifft zu. An einigen Unis mit Spitzenforschung gibt es beispielsweise wöchentliche schriftliche Arbeiten. Diese werden gemeinsam mit einem Dozenten besprochen, d.h. der oder die Studierende erhält persönliches Feedback. Somit sollen Stärken und Fehler unmittelbar beurteilt werden, was zur Förderung des oder der Lernenden beiträgt. Allerdings geht hiermit auch ein erhöhter Leistungsdruck einher. Schließlich hat ein Studierender nicht nur eine Veranstaltung in der Woche. An Elite-Universitäten ist es z.B. gar nicht ungewöhnlich, dass die Vorlesungswoche von Montag bis Samstag geht.

Mythos 3: Sportler als Aushängeschild

Und auch der letzte Mythos bewahrheitet sich (zumindest in Bezug auf amerikanische Unis): wer überdurchschnittlich gut in einer Sportart ist, sollte das unbedingt in seiner Bewerbung erwähnen. Vor allem amerikanische Unis suchen nach Studenten, die sie später als Aushängeschild verwenden können. Somit steigt die Chance, an einer amerikanischen Universität angenommen zu werden, mit der Sportlichkeit eines Bewerbers an. In England und in Deutschland sieht das i.d.R. etwas anders aus: hier liegen die Kriterien vor allem im akademischen Bereich.

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