Projektarbeit im Studium


Projektarbeit im Studium

Neben Klausuren, Referaten und Hausarbeiten hat sich in den letzten Jahren auch eine weitere Art der Leistungserbringung etabliert: die Projektarbeit. Bei der Projektarbeit arbeitest du meist mit mehreren Kommilitonen zusammen an einer praktischen Aufgabe aus Wirtschaft oder Industrie. Mit der Lösung eines praktischen Problems sollst du beweisen, dass du in der Lage bist, dein theoretisch erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden.

Was ist überhaupt eine Projektarbeit?

Der Begriff „Projekte“ ist genau definiert. Laut dem Deutschen Institut der Normen (abgekürzt DIN) 69901 ist ein Projekt „ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit aber auch Konstante der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie zum Beispiel Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen, Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben und projektspezifische Organisation“.

Das bedeutet kurz gesagt: Ein Projekt hat einen genau definierten Anfang und ein genau definiertes Ende. Alles, was zwischen Anfang und Ende ist, ist ebenfalls genau festgelegt - in seinem Umfang (Arbeitspakete) und auch in seiner Zielsetzung (Meilensteine und Ergebnis).

Jedes erfolgreich abgeschlossene Arbeitspaket endet in einem Meilenstein. Anhand von Meilensteinen wird der konkrete Fortschritt eines Projektes regelmäßig überprüft. Meilensteine sind quasi die Maßeinheit des Projektfortschritts. Personell wird der Fortschritt des Projektes von einem Projektmanager kontrolliert. Er ist der Hauptverantwortliche im Projekt und hat dafür Sorge zu tragen, dass das Projekt erfolgreich und unter Einhaltung der festgelegten Fristen umgesetzt wird. Dafür stehen ihm verschiedene Projektmitarbeiter zur Verfügung, die sich operativ um die Umsetzung der einzelnen Aufgabenpakete kümmern.

Was bringt dir die Arbeit an einem Projekt?

Nicht an allen Universitäten und Fachhochschulen ist die Projektarbeit automatisch mit einer Note verbunden. Dann fragt man sich natürlich erst recht, ob man sich die Mitarbeit an einem Projekt freiwillig antun soll. Die Antwort ist ganz klar: Ja.

Denn die Arbeit an einem Projekt bietet nicht nur eine spannende Herausforderung und hilft einem, mal über den Tellerrand hinauszublicken und den frischen Wind der Praxiswelt zu schnuppern, sie hat auch noch weitere Vorteile:

1. Du trainierst deine Teamfähigkeit

Im Rahmen eines Studiums wird man schnell zum Einzelkämpfer. Projektarbeit bedeutet dagegen Teamarbeit. Du wirst sehen, wie viel Spaß es macht, wenn man gemeinsam an der Lösung einer Fragestellung arbeitet. Jeder bringt verschiedene Fertigkeiten mit, die in das Projekt einfließen und den entscheidenden Ausschlag für den Erfolg eines Projektes bedeuten können. Das führt natürlich auch mal zu Reibereien, Schuldzuweisungen und Differenzen bei der Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Sieht man aber die ersten Ergebnisse, überwiegen Stolz und das Gefühl, gemeinsam etwas Großes geschaffen zu haben.

2. Du erlernst Grundkenntnisse des Projektmanagements

In den meisten Unternehmen wird heutzutage auch in Projekten gedacht und gearbeitet. Gerade große Konzerne haben immer wieder Projekte, die sie abteilungsübergreifend und außerhalb des Tagesgeschäftes umsetzen müssen. Erwirbst du im Rahmen einer Projektarbeit als Schüler oder Student bereits Grundkenntnisse des Projektmanagements, kannst du später im Lebenslauf damit punkten.

3. Du kannst dein theoretisches Wissen praktisch anwenden

Manchmal fragst du dich, wozu du das alles lernst? In der Projektarbeit kannst du die Antwort auf diese Frage finden. Die Mitarbeit an einem Projekt gibt dir die Möglichkeit, dein theoretisches Wissen auf eine konkrete, oft auch experimentelle, Fragestellung anzuwenden. Gerade für Studierende der Informatik oder mathematisch-technischer Fächer ergeben sich hier tolle Möglichkeiten, aus Buchstaben und Zahlen greifbare Produkte zu machen, die ein reales Problem lösen.

Wie läuft eine Projektarbeit im Studium ab?

Die Mitarbeit an einem Projekt gliedert sich meistens in fünf Phasen:

1. Thema und Definition des Projektumfangs

Am Anfang des Projektes müssen immer erst das Thema und die damit verbundenen Fragen und Aufgabenstellungen genau definiert werden. Es ist wichtig, dass von Anfang an Einigkeit über den sogenannten Projektumfang herrscht. Es sollte schriftlich festgehalten werden, was Teil des Projektes ist und was nicht.

2. Materialsammlung und Planung

Im zweiten Schritt geht es darum, alle Informationen zu deinem Thema zusammenzutragen, die dir bei deinem Projekt helfen könnten. Gibt es Bücher zu dem Thema? Gibt es Ergebnisse und Erfahrungen aus früheren Projekten? Gibt es vertrauenswürdige Quellen im Internet?

Auf Basis dieser Informationen diskutiert das Projekt-Team im Anschluss, welche Herangehensweise und welche Lösungen es gibt und welche die beste für das Projekt ist. Das Ergebnis muss dann in einen Projektplan übertragen werden.

Der Projektplan ist einer der wichtigsten Bestandteile eines Projektes.

Er regelt die Reihenfolge der einzelnen Arbeitspakete und legt Termine und Verantwortlichkeiten fest. Ein guter Projektplan sollte immer auch genug zeitliche Puffer enthalten, falls mal etwas nicht so rund läuft. Im Zweifel also lieber einen konservativen Plan aufstellen, als einen, den man nicht einhalten kann.

3. Praxisphase

Das Thema steht, der Projektplan steht, jetzt geht es an den spannendsten Teil: die Umsetzung.

Jeder Projektmitarbeiter macht sich an die Arbeitspakete in seinem Bereich. In regelmäßigen Projektrunden tauscht man sich über den Fortschritt in den einzelnen Arbeitspaketen aus. Ist das Projekt im Plan? Können alle Meilensteine gehalten werden oder müssen Anpassungen vorgenommen werden?

Es ist sehr wichtig, dass ihr regelmäßig kontrolliert, ob das Projekt nach Plan verläuft und notfalls interveniert. Ohne straffes Projektcontrolling laufen Projekte schnell aus dem Ruder. Vor allem wenn es viele Arbeitspakete gibt oder viele Projektmitarbeiter daran arbeiten. Manche Projektteams nutzen auch elektronische Kommunikationsmittel für den regelmäßigen Austausch mit allen Projektmitgliedern - zum Beispiel ein Projekt-Wiki, Google Hangouts, Dropbox oder Skype.

4. Ergebnis und Präsentation

Am Ende eines Projektes steht immer ein Ergebnis. Das muss nicht immer ein Produkt sein. Das Ergebnis eines Projektes kann auch sein, dass man einer vorgegebenen Anzahl von Menschen eine neue Software beigebracht hat, oder dass man auf einem bestimmten Gebiet eine neue Erkenntnis erworben hat.

Dieses Ergebnis muss jetzt festgehalten werden - sei es in Form einer Präsentation oder einer Art Hausarbeit. Hier gibt es von Hochschule zu Hochschule unterschiedliche Vorgaben. Erkundige dich frühzeitig bei deinem Projektbetreuer, wie das Ergebnis Eures Projektes vorgestellt werden soll.

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