So gelingt die erfolgreiche Dissertation!


So gelingt die erfolgreiche Dissertation!

Der krönende Abschluss einer akademischen Laufbahn ist häufig der Doktortitel. Ihm geht die erfolgreiche Dissertation voraus. Doch diese Arbeit zu verfassen ist nicht ohne Bemühungen und schreckt viele vor der Karriere als Doktor ab. Dabei ist eine Dissertation kein Hexenwerk. Sie beruht auf einer sorgfältigen Vorbereitung, der Einhaltung wichtiger Regeln und Vorgaben und natürlich auch Fleiß. Darüber hinaus gibt es professionelle Hilfe, um die Dissertation erfolgreich gelingen zu lassen.

Was ist eine Dissertation?

Nach dem Ende des Studiums schließen Studenten mit einem Bachelor, Master, Diplom oder Magister ab. Es ist jedoch möglich, in dem eigenen Fachbereich zu promovieren und einen Doktortitel zu erlangen. Dazu ist ein sogenanntes Doktorandenstudium notwendig, das in der Regel vier weitere Semester umfasst. Der Student benötigt einen Doktorvater, also einen Dozenten, der die Arbeit betreut. Kernstück der Promotion ist das Verfassen der Dissertation, umgangssprachlich auch Doktorarbeit genannt. 

In früheren Jahren handelte es sich bei der Dissertation lediglich um ein Thesenpapier, das als Ergänzung der Kernleistung der Promotion galt. Heute stellt die Dissertation den Mittelpunkt der Promotion dar. Sie ist eine professionelle und akademisch haltbare Ausarbeitung der These, die der Doktorandenstudent entwickelt hat. Die These/Theorie, die hier ausgearbeitet ist, muss immer neuartig sein und einen wichtigen Beitrag zur Forschung des jeweiligen Fachbereiches leisten. Es reicht hier also im Gegensatz zu einer einfachen Bachelorarbeit nicht, die gewonnenen Erkenntnisse zusammenzutragen und wissenschaftlich aufzubereiten. Um letztendlich einen Doktortitel zu erlangen, muss der Student diese Arbeit veröffentlichen. Außerdem ist eine mündliche Prüfung (Rigorosum) abzulegen. Je nach Fachbereich/Universität kann alternativ zur mündlichen Prüfung auch eine sogenannte mündliche Verteidigung der Dissertation (Disputation) erfolgen.


Wie wird eine Dissertation aufgebaut?

Bei der Anfertigung einer Doktorarbeit musst du dich zunächst mit den Anforderungen der Universität und des jeweiligen Fachbereiches vertraut machen. Denn der Aufbau lässt sich nicht allgemein festlegen. Doch es gilt die Grundregel, dass die erfolgreiche Dissertation einerseits eine neue These aufstellen soll und andererseits diese auch wissenschaftlich fundiert belegen muss. Darüber hinaus ist die Dissertation ebenfalls der Beleg dafür, dass der Student es versteht, wissenschaftlich zu arbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse vertieft in akademisch anspruchsvoller Form dazulegen. 

Es gilt:

  • Die Arbeit muss eigenständig erstellt werden, darf also kein Plagiat sein.
  • Alle Formalitäten müssen eingehalten werden. Dazu gehört die korrekte Angabe von Quellen, die Einhaltung der geforderten Zitierweise, die Einhaltung vorgegebener Formatierungen etc. 
  • Die verwendeten Quellen müssen den aktuellen Stand der Forschung widerspiegeln. Du solltest dich also nicht auf eine veraltete Quelle berufen, die zwischenzeitlich widerlegt wurde oder angezweifelt wird. Damit ist gewährleistet, dass die Arbeit eine Bereicherung der aktuellen Forschung darstellt und auf dem modernsten Stand ist.

Durch Einhaltung dieser Vorgaben ist die Doktorwürde verdient. 
 

Die Theorie – das Skelett der Dissertation

Wenn du deine Dissertation schreiben willst, brauchst du als Kerngedanke eine neue These, die dann in der Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wird. Um akademische Relevanz zugesprochen zu bekommen, musst du darauf achten, bei deiner Darlegung auch mindestens eine anerkannte Theorie oder Methode einzubeziehen. Die Theorie stellt das Skelett deiner Doktorarbeit dar. An ihr richten sich alle weiteren Erörterungen und Hypothesen aus. Zu dem theoretischen teil gibt es keine allgemeinen Vorgaben, da dies sehr vom Fachbereich und der entsprechenden Hochschule abhängt. Doch grundsätzlich gelten bestimmte Regeln, die generell für das Verfassen von akademischen Arbeiten zu beachten sind. 

Achte grundsätzlich auf folgende Formalitäten:

  • Liefere neue Erkenntnisse
  • Stelle mindestens eine neue These auf
  • Achte auf eine sorgfältige wissenschaftliche Überprüfung deiner These
  • Stelle eine Theorie auf, die dem allgemeinen akademischen Anspruch entspricht, 
  • Achte auf korrekte Zitate
  • Füge ein vollständiges Literaturverzeichnis bei
  • Berücksichtige die Anforderungen der Promotionsordnung deiner Fakultät

In der Promotionsordnung deiner Schule findest du Anforderungen hinsichtlich Seitenanzahl, Formatierung, Schriftart etc. Deshalb solltest du diese immer unbedingt einsehen, bevor du mit deiner Arbeit beginnst. 

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Tipp: Sich bei der Erstellung der Dissertation professionell unterstützen lassen

Eine Dissertation schreibt sich leider nicht immer so ganz leicht. Viele Studenten stoßen sehr früh an Grenzen, die ihnen unüberwindlich scheinen. So gibt es häufig Probleme bei der Themenwahl. Andere Studenten geraten unter Zeitdruck, leiden an einer Schreibblockade oder sind sich hinsichtlich der Rechtschreibung und der Grammatik unsicher. Vielleicht steht die Struktur, doch der Student findet es schwer, bei der Ausarbeitung den roten Faden beizubehalten. Er verliert den Überblick und verzweifelt. Nicht selten wird eine Promotion genau aus diesem Grund abgebrochen. Doch es gibt professionelle Hilfe. Sich an jemanden zu wenden, bei dem du Unterstützung findest, ist häufig der beste Weg, um erfolgreich promovieren zu können

Diese professionelle Hilfe erhältst du häufig bei deiner Fakultät. Meistens steht dir hier ein Mentor oder Betreuer zur Seite, der dich hinsichtlich Thema und Struktur berät. Du kannst deinen Erstentwurf mit dem Betreuer durchsprechen und dir frühzeitig aufzeigen lassen, wo nach Bedarf der Überarbeitung besteht. Doch darüber hinaus gibt es zahlreiche Akademiker und externe Schreibbüros, die ein Coaching für Doktoranden anbieten. Dieses Coaching kann verschiedene Formen haben. Es ist möglich, dass ein Korrektorat oder Lektorat deines Entwurfs erfolgt. Der Coach kann dir aufzeigen, wo wissenschaftliche Schwächen bestehen. Aber er kann dir auch mental helfen, dich auf deine Dissertation und die Prüfung vorzubereiten und einen sinnvollen Zeitplan aufzustellen. Ebenso kann ein Coach dir wichtige Tipps hinsichtlich der Literaturrecherche geben.