Wie du das Exposé deiner Abschlussarbeit schreibst


Wie du das Exposé deiner Abschlussarbeit schreibst

Dieser Arbeitsschritt ist ziemlich bedeutend, denn so vermittelst du deinem Betreuer einen ersten Eindruck von dir. Mit einer gemeinsamen Durchsicht deines Exposés mit zum Beispiel Titel, Deckblatt und Hypothese zeigst du ihm, dass du wissenschaftlich arbeiten kannst und die Themenfindung kein Problem für dich darstellt. Du bewirbst dich sozusagen in eigener Person. Da Probleme früh erkannt werden können, befindest du dich von Anfang an auf der sicheren Seite und dein Thema wird nicht zu umfangreich behandelt. 

Auch wenn von deiner Universität, zum Beispiel im Fach Jura oder Psychologie, oder wenn du den Bachelor anstrebst, ausdrücklich kein Exposé verlangt wird, kann die Form trotzdem sehr hilfreich für dich sein. Falls dir das Konzept, die Zitierweise, die Zielsetzung oder der Zugriff auf Literatur Probleme bereitet, kannst du dir einen Ghostwriter zu Hilfe holen. Er unterstützt dich nicht nur beim Schreiben, sondern auch bei allen organisatorischen Dingen. 


Was ist das Exposé?

Damit fokussierst du dich sehr auf deine Abschlussarbeit und die Planung kann beginnen. Du erstellst einen Leitfaden und eine Übersicht über deine geplante Facharbeit. Damit zeigst du deinem Dozenten die Struktur und gibst ihm einen ersten Überblick. Ein Betreuer mit Erfahrung wird sofort den Sinn deiner Thesis erkennen und dir eventuell Tipps zum Inhalt geben. 

  • Buch oder Roman 

Der Autor eines Buches oder Romans bedient sich zur Präsentation bei einem Verlag ebenfalls dieser Methodik. Es ist sozusagen die Grundlage zur Erstellung einer seriösen wissenschaftlichen Arbeit. Bereits im Vorfeld bedarf es zum Verfassen reifliche Überlegungen und Planungen. 

  • Thema

Bereits vor der Bearbeitung klärst Du beispielsweise das Thema ab. Wichtig ist eine sinnvolle Vorgabe der Zeit, um den Rahmen Schritt für Schritt abzuarbeiten. 

  • Literaturrecherche

Vor Beginn deiner Arbeit solltest du dir bereits ein vorläufiges Literaturverzeichnis erstellt haben. Es ist hilfreich, wenn du während deiner Recherche Quellennachweise führst, damit du später nicht mehr nach einem bestimmten Artikel suchen musst. 

Wenn du nach diesem Muster verfährst, bist du stets über deine noch zu erledigenden Arbeitsschritte informiert und kannst die Zeitplanung bis zum Abgabetermin effizient gestalten. 


Welche Vorteile hat ein Exposé der Abschlussarbeit?

Wahrscheinlich musst du dein Exposé deiner Bachelor-, Master-, Haus-, Diplomarbeit oder sogar Dissertation vorab öfters neu verfassen. Ein erheblicher Vorteil liegt darin, dass es zur Vorlage bei deinem Dozenten oder Betreuer dient. Du kannst mit ihm deine Arbeit in Bezug auf Thema, Gliederung und Inhalt, sowie den Zeitplan abklären. Je klarer die Darstellung deines Entwurfs, desto effizienter kann die Problemstellung und das Inhaltsverzeichnis erörtert werden. Zum Beispiel kann es zu einer klaren Formulierung der Forschungsfrage kommen, die Thematik eingegrenzt und die allgemeine Vorarbeit abgesprochen werden. 

Darüber hinaus dient das Exposé, zum Beispiel der Doktor- oder Seminararbeit, als praktischer Ausgangspunkt zur systematischen Literaturrecherche. Mit dieser Methode bist du über die adäquate Literaturlage auf dem Laufenden und verlierst keine wichtigen Informationen. Probleme können rechtzeitig erkannt werden. Unter anderem wenig Wissen über den aktuellen Forschungsstand, falsche Einschätzung der Bearbeitungszeit, falsche Fragestellung oder verzerrtes Erfassen des Forschungsthemas, Probleme beim Beschaffen der Quellen oder falsche Einschätzung des Umfangs.

Ein Exposé ist im Prinzip auch ein Antrag zu einem Projekt, der für akademische Berufe zu den Schlüsselkompetenzen zählt. Es wird benötigt, um zum Beispiel bei einer Promotion finanzielle Mittel für einen Forschungsprozess zu beantragen. 


Aufbau und Form eines Exposés

Das Exposé einer Abschlussarbeit entspricht bereits bezüglich seines Stils und der Schreibweise einer wissenschaftlichen Arbeit. In einem Exposé solltest du die gleiche Zitierweise anwenden, wie in der späteren Arbeit. 

  1. Wie bei einer schriftlichen Prüfungsarbeit musst du ein Deckblatt anfertigen. Es muss deinen Namen, das Datum, deine E-Mailadresse, Angaben zur Universität, zum Institut sowie Angaben über den Zweck des Textes beinhalten. Stelle auch schon eine Überlegung zum vorläufigen Arbeitstitel an und vermerke ihn auf dem Blatt. 
  2. Der Umfang sollte sich auf drei bis fünf Seiten beschränken, die Schriftgröße sollte 12 Punkt und der Zeilenabstand anderthalb betragen. 
  3. Zur Formatierung lässt sich wenig sagen, da sie sehr von der Art und Zweck des Exposés abhängt. Bei einem Forschungsantrag können sich darin Kostenaufstellungen befinden, die die Seitenzahl auf fünf bis 20 ansteigen lassen. 


Beispiele für ein Exposé 

Grundsätzlich gibt es zur Anwendung kein perfektes Beispiel, weil jeder Betreuer und Hochschule ihre Vorstellungen hat und ein anderes Vorgehen bevorzugt. Die nachfolgenden Beispiele sollen dir lediglich eine Idee vermitteln, in welcher Reihenfolge und in welchem Stil du vorgehen kannst. Selbstverständlich unterscheidet sich das von Fall zu Fall. Welches Kriterium und welche Aspekte sind wichtig? Die allgemeine Länge mit Einleitung oder der vergleichbare Aufbau? Folgende Beispiele können dir beim Verfassen helfen: 

  • 1. Beispiel

TU Ilmenau: Die europäische Verfassungsdebatte in der deutschen Öffentlichkeit PDF-Datei 1 

  • 2. Beispiel

Humboldt-Universität Berlin: Bibliothekarische Dienstleistungen für Literaturverwaltung PDF-Datei 2 

  • 3. Beispiel

Hochschule Ravensburg-Weingarten: Entwicklung einer Weboberfläche zur Verbesserung des Anforderungsmanagements bei der Erstellung von Minisites am Beispiel der Viacom International Media Networks Northern Europe GmbH PDF-Datei 3  


Nützliche Tipps zum Anfertigen eines Exposés einer Abschlussarbeit

  1. Eine Universität oder Hochschule setzt nicht immer unbedingt bei der Erstellung deiner Bachelorarbeit zur Beendigung deines Studiums ein Exposé voraus. Das hängt individuell von den jeweiligen Richtlinien ab. Allerdings kannst du mit einem überzeugenden Exposé deinen Lieblingsdozenten für dich gewinnen. 
  2. Es ist zu empfehlen, dass du das Exposé mindestens einen Monat vor dem Start deiner Arbeit einreichst. Somit kannst du dich noch ausreichend mit deinem Dozenten austauschen und Probleme klären. 
  3. Auf der Homepage der Unis und Hochschulen findest du Beispiele und Vorlagen zur Erstellung eines Exposés. Dort bekommst du aus verschiedenen Fachbereichen einen Einblick, wie es sinnvoll erstellt wird. 
  4. Grundsätzlich existieren keine Vorgaben über Formatierung oder ähnlichem. Allerdings ist ein Exposé ein Vorgriff auf dein Manuskript, beziehungsweise ein nicht unerheblicher Bestandteil deiner Abschlussarbeit. Bei der Vorlage kann dein Betreuer schon einmal erkennen, wie die Arbeit letztendlich aussehen könnte. 
  5. Sollte dir die ganze Thematik große Probleme bereiten oder du keinen Einstieg finden, kannst du natürlich auf einen Ghostwriter zurückgreifen. Es sind erfahrene Spezialisten, die gerne am Ende ein Lektorat durchführen oder dich auch schon ab Beginn für die ganze Dauer sehr unterstützen. 


Fazit: Nach dieser Checkliste kannst du vorgehen

Bestimmte Elemente haben eine gewisse Relevanz und müssen in deinem Exposé enthalten sein. So wird es leichter dein Ziel zu erreichen und ein gutes Ergebnis zu erzielen. Nachfolgend findest du eine Liste in chronologischer Reihenfolge, die du allerdings variabel gestalten kannst. 

  • Überbegriff

Was möchtest du mit deiner geplanten Arbeit erreichen?

  • Erläuterung des Problems

Die Definition der Arbeit, Versuch der Beantwortung eines Problems, zum Beispiel empirisch, politisch, in der Theorie oder im sozialen Bereich 

  • Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes

Datenerhebung und Material sichten über vorliegende Untersuchungen zum gewählten Thema.

  • Interpretation von Wissenslücken 

Warum beschäftigst du dich mit dem ausgesuchten Thema? Welche Lücken willst du damit schließen? 

  • Fragestellung darlegen

Welche offene Forschungsfrage motiviert dich für die zukünftige Arbeit?

  • Hypothese

Was soll dargelegt, widerlegt oder verifiziert werden? Für den Leser musst du bei empirischen Arbeiten statistische Hypothesen formulieren, die du im Hauptteil mit adäquaten Testverfahren untermauerst.